Barrierefreies Bad

Was bedeutet barrierfrei?

Vorwort DIN 18040

“Ziel dieser Norm ist die Barrierefreiheit baulicher Anlagen, damit sie für Menschen mit Behinderungen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind (nach § 4 BGG Behindertengleichstellungsgesetz).

Die Anforderungen der Norm sollen zu Nutzungserleichterungen führen!

 

Welche Bedürfnisse werden berücksichtigt?

Berücksichtigt werden die Bedürfnisse von Menschen:

… mit Sehbehinderung oder Hörbehinderung

… mit motorischen Einschränkungen

… die Mobilitätshilfen und Rollstühle benutzen

… die großwüchsig oder kleinwüchsig sind

… mit kognitiven Einschränkungen,

… die bereits älter sind,

… wie Kindern

… mit Kinderwagen oder Gepäck

 

Was wird berücksichtigt?

… Flächen, Platzbedarf

… Wege

… Rampen

… Treppen/ Aufzug

… Türen/ Fenster

… Bad/ WC Wohnungen

… Küchen, Essplatz

… Wohnungsgröße

 

Wissenswertes zum barrierefreien planen und bauen

Das Prinzip der Barrierefreiheit wird immer noch lediglich auf die Zielgruppe der behinderten Menschen bezogen. Das ist unverständlich, zumal deutschland- und europaweit Berichte und Gutachten immer wieder herausstellen, dass die Herstellung von Barrierefreiheit im Interesse aller Menschen und nicht einer bestimmten Personengruppe mit besonderen Anforderungen erfolgt.

So ist bekannt, dass eine barrierefrei zugängliche Umwelt

                … für etwa 10 % der Bevölkerung zwingend erforderlich

                … für etwa 30 bis 40 % notwendig und

                … für 100 % komfortabel ist

 

Wohnungsanpassung

Wohnberatung. Barrierefreie, rollstuhlgerechte Wohnungsanpassung. Altersgerechter Umbau: Fördermittel der KfW.

 

Bei der Modernisierung bereits heute an die Einschränkungen von morgen denken!

 

Struktur und Gliederung

Die Norm unterscheidet zwischen „Infrastruktur” und „Räumen”. Infrastruktur umfasst die Erschließung einschließlich deren Bauteile und Einrichtungen. Räume meint die Bereiche der zweckgemäßen Nutzung (z. B. Wohnung) eines Gebäudes. Innerhalb dieser Kategorien werden

die Anforderungen nach Funktionsbereichen, Bauteilen und Einrichtungen bzw. nach Raumnutzungengegliedert.

Maßlichen Anforderungen an die Bewegungsflächen werden diese in der DIN 18040 in die vorgenannte Gliederung eingeordnet.

Die besonderen Anforderungen an Räume für die uneingeschränkte Rollstuhlnutzung werden durch mit „R” markierte Absätze hervorgehoben.

Die Anforderungen an die Infrastruktur sind generell so ausgelegt, dass sie die uneingeschränkte Nutzung mit dem Rollstuhl sichern können.

Die besonderen Anforderungen an Räume für die uneingeschränkte Rollstuhlnutzung werden durch mit „R” markierte Absätze hervorgehoben. Die Anforderungen an die Infrastruktur sind generell so ausgelegt, dass sie die uneingeschränkte Nutzung mit dem Rollstuhl sichern können.

                            Bad in barrierefreier Wohnung                                                         Bad in R-Wohnung (Bewegungsflächen)